inbau _ Ingenieure für Nachhaltiges Bauen

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Als ökologisches sinnvolles Bauen bezeichnen wir eine Bauweise die möglichst schonend in den Kreislauf der Natur eingreift und dabei auch ökonomisch Sinn macht. Besonderen Wert legen wir auf einen dem Ort entsprechenden Entwurf, eine sinnvolle Auswahl der Baumaterialien und ein die ganzheitliches Energiekonzept.

Durch eine sinnvolle Orientierung des Gebäudes zur Sonne kann schon im Entwurfsstadium die Energieeffizienz des Gebäudes gesteuert werden.  Auch wenn wir immer mehr Photovoltaik, Umweltwärme und nachwachsende Rohstoffe zur Energieerzeugung verwenden, ist unser oberstes Ziel möglichst wenig Energie zu verbrauchen.

45 % des gesamten Energieverbrauchs auf der Welt wird für den Bau und den Betrieb von Gebäuden benötigt, ebenso 40 % des gesamten Materialverbrauchs. Beim ökologische Bauen versuchen wir beides zu minimieren. Der Aufwand an Rohstoffen und Energie soll so gering wie möglich sein, Luftverschmutzung soll vermieden werden und die Baustoffe soll einfach zu entsorgen sein.

Hier eine Übersicht verschiedener Dämmstoffe. 

Grundstoff Rohstoffquelle Wärme - Primärenergie- Treibhauspotential Dicke für
dämmwert aufwand GWP kg CO2 U-Wert 0,2
W/mk PE in MJ/qm -Eq/qm W/m²K
Polystyrol EPS fossil 0,040 247 6,1 0,24
Poylystyrol XPS fossil 0,035 516 14,9 0,22
Polyurethan PUR fossil 0,028 445 14,0 0,135
Steinwolle mineralisch 0,035 400 27,9 0,22
Glaswolle mineralisch 0,035 102 5,3 0,22
Mineralschaum mineralisch 0,045 108 10,3 0,245
Schaumglas mineralisch 0,040 467 16,9 0,24
Zelluloseflocken nachwachsend 0,040 38 -4,6 0,24
Zelluloseplatten nachwachsend 0,040 142 7,4 0,24
Holzfasern nachwachsend 0,040 447 -9,1 0,24
Hanffasern nachwachsend 0,040 53 1,4 0,24
Korkplatten nachwachsend 0,040 230 -23,7 0,24
Stroh  nachwachsend 0,052 2,8  -88,0 0,25

 

Quelle: Ökologische Wärmedämmstoffe im Vergleich, Bauzentrum München 2008 und eigene Recherche

Viele moderne Baumaterialien werden bautechnisch optimiert und mit Hilfsstoffen zur besseren Verarbeitbarkeit ausgestattet. Grundsätzlich sind viele dieser Baustoffe auch sinnvoll, da Sie dadurch für ihren Einsatzzweck optimal eingestellt werden können. Dennoch ist ein bedenkenloser oder falscher Einsatz nicht ohne Risiko, da gesundheitliche Schädigungen nicht auszuschliessen sind. Wir verbringen 90 % unserer Zeit in geschlossenen Räumen, sei das zu Hause oder im Büro. Um möglichst wenig Energie zu verbrauchen werden die Gebäude luftdicht ausgeführt. Die Schadstoffe aus Lacken, Bodenbelägen und Möbeln, die früher durch das undichte Gebäude entweichen konnten verbleiben nun in der Raumluft. Hierbei ist es besonders wichtig ist Materialien ohne Schadstoffemissionen auszuwählen und möglichst diffusionsoffene (d.h. atmungsaktive, feuchteregulierende) Bauteile zu wählen.Wir versuchen fossile und mineralische Dämmstoffe weitgehend zu vermeiden und setzen auf nachwachsenden Rohstoffe. Sinnvoll bauen bedeutet für uns die Baumaterialien und Bauweisen entsprechend Ihrer jeweiligen Eigenschaften einzusetzen und deren Vorzüge auszunutzen.

 

Ein wichtiger Bestandteil des nachhaltigen Bauens ist die Beachtung baubiologischer Grundsätze. Traditionell wird Baubiologie mit gesundem Innenraumklima verbunden. Das heißt im Wesentlichen die Berücksichtigung gesundheitlicher Auswirkungen der verwendeten Baustoffe auf die Bewohner.

 

Wir können Ihnen in Zusammenarbeit mit Baubiologen eine umfassende Betrachtung aller verwendeten Baustoffe und technischen Einrichtungen und deren Auswirkung auf die Nutzer  zusammenstellen. Eine Dokumentation der verwendeten Baustoffe kann dabei auf Basis der Produktdatenblätter erfolgen, die wir Ihnen auch gerne im Detail erläutern. 

Die 25 Grundregeln der Baubiologie

Baustoffe und Schallschutz

1. Baustoffe natürlich und unverfälscht

2. Geruchsneutral oder angenehmer Geruch ohne Abgabe von Giftstoffen

3. Verwendung von Baustoffen mit geringer Radioaktivität

4. Orientierung des Schall- und Vibrationsschutzes am Menschen

Wohnklima

5. Natürliche Regulierung der Raumluftfeuchte unter Verwendung feuchteausgleichender Materialien

6. Geringe und rasch abklingende Neubaufeuchte

7. Ausgewogenes Maß von Wärmedämmung und Wärmespeicherung

8. Optimale Oberflächen- und Raumlufttemperaturen

9. Gute Luftqualität durch natürlichen Luftwechsel

10. Strahlungswärme zur Beheizung

11. Das natürliche Strahlungsumfeld wenig verändernd

12. Ohne Ausbreitung elektromagnetischer Felder und Funkwellen

13. Weitgehende Reduzierung von Pilzen, Bakterien, Staub und Allergenen

Umwelt, Energie und Wasser

14. Minimierung des Energieverbrauchs unter weitgehender Nutzung regenerativer Energiequellen

15. Baustoffe bevorzugt aus der Region, den Raubbau an knappen und risikoreichen Rohstoffen nicht fördernd

16. Zu keinen Umweltproblemen führend

17. Bestmögliche Trinkwasserqualität

Raumgestaltung

18. Berücksichtigung harmonikaler Maße, Proportionen und Formen

19. Naturgemäße Licht-, Beleuchtungs- und Farbverhältnisse

20. Anwendung physiologischer und ergonomischer Erkenntnisse zur Raumgestaltung und Einrichtung

Bauplatz

21. Bauplatz ohne natürliche und künstliche Störungen

22. Wohnhäuser abseits von Emissions- und Lärmquellen

23. Dezentralisierte, lockere Bauweise in durchgrünten Siedlungen

24. Wohnung und Siedlung individuell, naturverbunden, menschenwürdig und familiengerecht

25. Keine sozialen Folgelasten verursachend

 (Nach IBN, Neubeuren)

Link zur ökologischen Baustoffdatenbank des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwichkung

Link zum ökologischen Baustoffinformationssystem (wecobis)

Link zum Gefahrstoff-Informationssystem der Berufsgenossenschaft 

 Das zentrale Problem der Architektur ist der Raum, der den Menschen an Leib und Seele gesund erhält. 

Justus Dahinden

 

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